Zurück

Bahnprojekt Ulm–Augsburg: Ein wichtiger Schritt mit sehr gutem Ausgang für Pfuhl

21. Mai 2026

Der Deutsche Bundestag hat am 21. Mai 2026 die parlamentarische Befassung zum Bahnprojekt Augsburg–Ulm abgeschlossen und damit den weiteren Weg für die Planung der Neu- und Ausbaustrecke freigemacht. Für die Region ist das ein bedeutender Schritt: Die Verbindung zwischen Ulm und Augsburg soll leistungsfähiger werden, der Fernverkehr schneller, und zugleich soll die bestehende Strecke weiterhin eine wichtige Rolle für den Regionalverkehr behalten.

Schutz des Pfuhler Rieds bleibt zentrales Anliegen

Für die CSU Pfuhl war von Anfang an entscheidend, dass der Ausbau nicht zu Lasten besonders sensibler Landschaftsräume geht. Das Pfuhler Ried ist ein wertvoller Natur- und Erholungsraum, der besonderen Schutz verdient. Deshalb hat sich die CSU Pfuhl früh dafür eingesetzt, die neue Strecke im Bereich Pfuhl möglichst entlang der Bestandsstrecke zu führen und zusätzliche Eingriffe in die Landschaft zu vermeiden.

Dieses Ziel wurde auch im örtlichen Engagement deutlich: Bereits im Juli 2022 hat die CSU Pfuhl die Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung mit Vertretern der Deutschen Bahn ins Museumsstadl nach Pfuhl eingeladen, um dort auf die Bedeutung des Pfuhler Rieds hinzuweisen.

Darüber hinaus hat sich der Pfuhler Vereinsring im April 2023 entsprechend positioniert und ein Positionspaper verabschiedet.

Lokales Engagement zeigt Wirkung

Dass die nun bestätigte Vorschlagstrasse im Raum Neu-Ulm zunächst entlang der bestehenden Strecke geführt werden soll, ist ein wichtiges Signal für Pfuhl und Burlafingen. Die kommenden Planungsschritte müssen weiterhin sorgfältig begleitet werden, insbesondere bei Lärmschutz, Flächenschutz und konkreter Ausgestaltung. Die CSU Pfuhl wird sich auch künftig dafür einsetzen, dass die Interessen der Menschen vor Ort und der Schutz des Pfuhler Rieds verlässlich berücksichtigt werden.

Wie es nun weiter geht

Konkret hat der Bundestag kein fertiges Baugesetz beschlossen und auch noch keinen Baubeginn freigegeben. Beschlossen wurde vielmehr die sogenannte „parlamentarische Befassung“ zur Vorzugsvariante des Bahnprojekts Ulm–Augsburg. Damit hat der Bundestag der Deutschen Bahn und dem Bundesverkehrsministerium politisch grünes Licht gegeben, die Planung genau auf dieser Trasse weiterzuführen.

Das bedeutet im Kern: Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ulm und Augsburg soll weiter geplant werden, die Neubaustrecke soll überwiegend entlang der A8 verlaufen, die bestehende Bahnstrecke bleibt erhalten und soll weiterhin vor allem dem Regionalverkehr dienen.

Die Vorzugsvariante der Bahn (siehe Bild) ist damit politisch bestätigt worden. Jetzt folgen erst die nächsten Planungsphasen: Entwurfsplanung, Genehmigungsverfahren und später Planfeststellung.

Wir bleiben dran!

Walter Nadig

Bilder: Pixabay, https://www.ulm-augsburg.de/