Ortsverband Pfuhl
Zurück

Tag der Deutschen Einheit 2017

5. Oktober 2017

27 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands hat der CSU-Ortsverband Pfuhl aus diesem Anlass zu seinem traditionellen Bayerischen Frühstück in den Museumsstadel nach Pfuhl eingeladen.
In seiner Begrüßung warb der Vorsitzende Johannes Stingl vor zahlreichen Ehrengästen für den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Zum aktuellen Thema „ Neu-Ulm – Entwicklung zur Sportstadt“ referierte Dr. Thomas Stoll über die Bedeutung des Sports im Allgemeinen und das große Engagement der BBU 01 (Basketball Ulm) im Besonderen.

Der Verein zählt derzeit nahezu 2.900 Mitglieder. 34 Teams mit ca. 600 Jugendspielern betreiben Leistungssport, davon stehen 14 Mannschaften in deutschen Nationalkadern. Im Schulsport mit 30 AG’s und ca. 300 Schülern ebenso wie der Inklusion von Behinderten, Benachteiligten und im Breitensport werden große Anstrengungen unternommen.

Er betrachtet den Sport in Ulm/Neu-Ulm als Kitt der Gesellschaft. Neben dem gesundheitlichen Aspekt fördert er Disziplin und Gemeinschaftssinn, Freizeitgestaltung und positive Erlebnisse sind ein hohes Gut. Neu-Ulm gilt mit hervorragenden Sportanlagen wie Kletterhalle, Turnzentrum Pfuhl, Golfplatz u.v.m. schon jetzt als großes Sportzentrum. Ohne die Ratiopharm-Arena gäbe es die Basketballer nicht mehr.
Von der Konzentration der Sportarten profitiert die ganze Region durch nicht zu unterschätzenden Imagegewinn und Wertschätzung.

Dr. Stoll erläuterte das geplante Großprojekt der BBU 01 (Basketball Ulm/Neu-Ulm 01). Mit dem „Orange Campus“ am Donauufer auf Neu-Ulmer Seite soll ein einzigartiges Sportzentrum erstellt werden. Für Ausbildung und Förderung stehen dann den Sportbegeisterten unter Anleitung von geschulten Trainern hervorragende Trainingsbedingungen zur Verfügung, von denen Kinder und Jugendliche, besonders aber der Nachwuchs für den Leistungssport profitieren sollen.
Er versicherte, dass die finanziellen Anforderungen, die Voraussetzung für die Förderrichtlinien der Städte Ulm und Neu-Ulm sind, sowie die Finanzierung des Projekts gewährleistet sind.

Dass auch Neu-Ulm von der Wiedervereinigung und geopolitischen Entwicklung profitiert habe, indem das US Areal an die Stadt zurückgegeben wurde, sprach Oberbürgermeister Gerold Noerenberg als Glücksfall an. Ohne diese Erweiterung gäbe es z.B. weder einen Sportpark Wiley Süd, noch eine Kletterhalle. Mit dem Bau weiterer Sportanlagen und gemeinsamen Aktionen mit Ulm wie Donau Running entwickle sich die Stadt kontinuierlich zur Sportstadt.


Oberbürgermeister Gerold Noerenberg brachte seine große Sorge zum Ausdruck, dass die Einheit auch 27 Jahre nach der Wiedervereinigung in vielen Köpfen der Gesellschaft noch nicht restlos angekommen sei, nicht nur in den östlichen Bundesländern. Viele fühlen sich von der positiven Entwicklung Deutschlands abgehängt und dass der AFD auch durch die Medien zu viel Aufmerksamkeit zukam. Warum so viele Protestwähler der AfD ihre Stimme gaben, es gäbe auch noch Alternativen, kann nicht nachvollzogen werden. „Es geht uns doch gut“ und „durch intensive Kommunikation muss eine Änderung der Grundausrichtung wieder erlangt werden“.
In vielen Ländern werden wir für die Freiheit und die gute wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land beneidet. Das gilt es zu bewahren: „Frieden durch Demokratie“ muss die Devise heißen.

Begleitet von der Feuerwehrkapelle Pfuhl klang mit dem Absingen der Bayernhymne und der deutschen Nationalhymne die festliche Feierstunde aus.

Ursula Hörger

Fotos: CSU und BBU’01